Die Online-Anmeldung

 

 

Die Anmeldung zu Lehrveranstaltungen (LVs) wird mit dem uniweiten Anmeldesystem UNIVIS über die Plattform u:space durchgeführt. Derartige Systeme bringen neben fortwährend auftretenden technischen Problemen auch eine Vielzahl praktischer aber auch politischer Fragen mit sich, da über diese Systeme die Platzvergabe zu Lehrveranstaltungen geregelt wird. Zu Studienbeginn sind einige Hinweise zur Anwendung unerlässlich.


Während der Anmeldephasen könnt ihr euch jederzeit für alle LVs, für die ihr zugelassen seid, entweder über den Link im Online-Vorlesungsverzeichnis oder direkt über euren U:space-Account an- und abmelden. Vorausgesetzt werden eine abgeschlossene Zulassung zu einem Studium und die Aktvierung eures u:net-Accounts. Mit der Matrikelnummer und der Zulassung wurde von Seiten der Universität eine eigene u:net-Mailadresse eingerichtet. Auf diese Adresse werden alle Informationen betreffend der Anmeldung und Platzvergabe, sowie wichtige Aussendungen der Studienrichtungsvertretung und der Studienprogammleitung zugestellt. Es besteht die Möglichkeit diese Mails an eure private Mail-Adresse umzuleiten.

 

Die Studienrichtung Geschichte vergibt die Plätze in LVs über ein Präferenzsystem - das heißt ihr müsst lediglich euren Vorzügen entsprechend auswählen und keine Punkte setzen. Bei einigen prüfungsimmanenten LVs (VU, KU, GR, SE, …) müssen zudem Parallellehrveranstaltungen ausgewählt und die verfügbaren Termine oder Gruppen gereiht werden. Darüber hinaus verlangt das System auch noch, dass ihr bei den LVs angebt, für welchen Studienplanpunkt diese angerechnet werden sollen. Hierbei handelt es sich jeweils um die Modulbezeichnungen im Studienplan. Nach dem Ende der Anmeldephase werdet ihr darüber informiert, in welchen LVs ihr einen Platz bekommen habt und in welchen ihr auf der Warteliste steht. Unsere Empfehlung für Wartelistenplätze ist, auf jeden Fall zur ersten LV-Einheit zu gehen. Viele KollegInnen, die einen Fixplatz hätten, tauchen oftmals doch nicht auf, wodurch Plätze frei werden. Außerdem werden in LVs oft etwa 10 – 15 Personen zusätzlich aufgenommen.


Ihr habt zudem die Möglichkeit, euch bis längstens Ende Oktober bzw. März ohne weitere Folgen über u:space von einer prüfungsimmanenten LV abzumelden. Wenn ihr die LV zu einem späteren Zeitpunkt abbrecht, könnte es sein, dass ihr eine negative Note bekommt. Wenn ihr allerdings mit der LV-Leitung redet und gute Gründe für euren Abgang angebt, sollte es auch danach ohne Probleme gehen.

 

Solltet ihr Probleme, egal welcher Art, mit dem U:space-Anmeldesystem haben, meldet euch bei uns. Es kann nur dann nachgebessert werden, wenn genügend Anregungen und Feedback dafür vorhanden sind.

 

 

 

 

Ein Moloch namens UNIVIS

!Dieser Text bezieht sich auf das u:space zu Grunde liegende Anmeldesystem univis. Redaktionsschluss 2014W!


Und wäre die Online-Erstanmeldung und gleichzeitige Anmeldung zum Aufnahmeverfahren für Lehramtsstudent*innen, sowie die persönliche Zulassung bis zu einer Zeit in der viele noch keine fixe Bleibe an ihrem Studienort gefunden haben, nicht schon genug, erwartet Erstsemestrige, und dann jedes Semester erneut alle Studierenden, eine Maschine die über das Wohl und Wehe des weiteren Studienverlaufs entscheidet: univis.


Nicht eine Studienprogrammleitung oder ein Institut an dieser Universität verwendet ein eigenes Anmeldesystem. An dieser Stelle soll aber nicht der Platz sein, darüber zu lamentieren, dass die Wartung besagten Systems Unsummen verschlingt, das Programm für viel Geld, von einem mittlerweile bankrotten Unternehmen, lizensiert wurde und die Instandhaltung und Weiterentwicklung sich dadurch schwierig gestaltet. Diese Geschichte bleibt hinter der schlecht bedienbaren Benutzer*innen-Oberfläche verborgen.


In der Lebenswelt der Studierenden ist univis jenes Portal, dass sie mehr schlecht als recht zu Lehrveranstaltungen zuteilt. Bis zum Wintersemester 2014/15 erfolgte dies in den Geschichte-Studien nach dem Prinzip der „Präferenzreihung“. Anmeldungen wurden je nach persönlichen Vorlieben, ob Inhalt, Lehrende, Wochentag, Zeit, usw., gereiht. Die Zuteilung der Plätze erfolgte danach durch einen eher opaken Algorithmus.


Vieles ist neu seit dem Wintersemester 2014/15, neben den Studienplänen, auch die LV-Anmeldung. Zum ersten Mal wird eine Mischform von Präferenz- und Punkteanmeldesystem getestet. Dieses wird Studierende in den verschiedenen Geschichtsstudien, nicht aber des Erweiterungscurriculums oder den Alternativen Erweiterungen bevorzugen. Außerdem erhalten Personen einen Vorzug in Form von „Bonuspunkten“, je nachdem wieviele Leistungen bisher absolviert wurden.


In der Praxis soll das so funktionieren: Addiert werden die ECTS aller Leistungen im Rahmen des historischen Studiums bis zu einem Stichtag. Dann wird diese Zahl durch die Gesamtzahl des Studiums, also z.B. 180 ECTS im BA Geschichte dividiert. Daraus ergibt sich ein Prozentwert. Die Nachkommastelle wird ab 5 aufgerundet. Der Wert dieser Prozentzahl sind die „Bonuspunkte“, im Zuteilungslauf erhöht sich damit die Wahrscheinlichkeit einen Platz zu bekommen. Die Punkte können nicht im nächsten Semester weiterverwendet oder angespart werden.


Strategisch Begabte reiben sich die Hände. Mit diesem System wird es in Zukunft möglich sein, nach der StEOP alle Vorlesungen und ECs zu absolvieren, um dann regelmäßig eine größere Punkteanzahl zur Verfügung zu haben. Menschen die sich Aufgrund von Betreuungsverpflichtungen und Arbeitsverhältnissen dieses binch-learning zeitlich nicht leisten können, bleiben damit dauerhaft auf der Strecke. Zudem ist dieses Anmeldeverfahren geeignet, den didaktischen Aufbau des Studienplans über den Haufen zu werfen, wenn eventuell erst gegen Ende des Studiums die wichtigen methodischen Lehrveranstaltungen stehen, die für das Verfassen von Texten und Arbeiten nötig sind.


! In Studienkonferenzen haben wir wiederholt auf diese Missstände hingewiesen, diese Bedenken werden auch von allen Teilnehmer*innen inhaltlich geteilt, dennoch kam es zum Beschluss. Die Begründung ist, dass obiges System besser zur Mangelverwaltung geeignet sei als das bisherige. Pfui!

 

 

Fact-Check aus dem Massenmail September 2014:

 

 

Mit diesem Semester wird auch auf der Geschichte ein Punktesystem verwendet, allerdings in anderer Form als die sonst üblichen 1000 Punkte in anderen Fächern.
Ihr müsst selbst gar nicht mit Punkten hantieren, braucht also bei der Anmeldung keine anzugeben. Auf Basis der bisher eingetragenen Studienleistungen in deinem Geschichtestudium werden Bonuspunkte berechnet, nach denen du eher einen Platz in Lehrveranstaltungen bekommst. Das soll so funktionieren:
z.B.: eine Studentin des BA Geschichte, hat die StEOP absolviert und damit 18 ECTS. Der BA Geschichte umfasst 180 ECTS, die StEOP macht also 10 Prozent vom Studium aus. Nach erfolgreich bestandener StEOP stehen 10 Bonuspunkte zur Verfügung. Diese werden bei der Anmeldung zu prüfungsimmanenten (KU, GR, PS, SE) draufgeschlagen.
Als Berechnungsgrundlagen:

  • MA Master: 120 ECTS
  • LA Diplom: 120 ECTS
  • LA Bachelor: 102 ECTS
  • LA Master: 42 ECTS



Der Status der Anmeldung bis zum Zuteilungslauf ist "vorgemerkt", so wie bisher können innerhalb einer Anmeldegruppe (z.B. KU Lektüre hist.graph. Texte und Hist.graph.geschichte) die einzelnen Lehrveranstaltungen nach persönlicher Präferenz gereiht werden.
Im Zuteilungslauf werden Präferenzen und Bonuspunkte für die Vergabe von Plätzen berücksichtigt.

Vom System sollte nach Ende des Zuteilungslaufs eine Mail ausgesendet werden, in der über die Platzvergabe informiert wird. Sollte das nicht passieren, regelmäßig auf u:space nachsehen ob sich der Status geändert hat.
Wir empfehlen, sofern nicht anders von den Lehrenden kommuniziert, vor allem bei niedrigen Wartelisten-Plätzen, zum ersten Termin zu gehen. Personen, die zwar einen Platz vom System zugewiesen bekommen haben, aber nicht erscheinen, werden meist abgemeldet und damit rücken Menschen von der Warteliste nach.

Die Bonuspunkte werden im Zuteilungslauf verbraucht, können also nicht über mehrere Semester angespart werden.


Wie kam es zu diesem neuen System? Im Lauf des Sommersemesters 2014 wurde der Vorschlag von Seiten der zuständigen Dienstleistungseinrichtung an die SPL Geschichte gemacht. Er wurde in zwei Studienkonferenzen diskutiert, die fachlich und inhaltlichen Einwände, die allen voran von uns Studierenden gegen das neue System angebracht wurden (Nachteile für Beruftätige/Betreuungspflichtige, Aushebelung des didaktischen Aufbaus der Studienpläne, usw.), wurden schlechterdings aufgrund von Kostenargumenten übergangen. Dieses System soll der Studienprogrammleitung bei der Mängelverwaltung helfen. Das Problem ist: Zu wenig Geld für Lehrveranstaltungen für alle Studierenden. Auf Kosten von sozial, finanziell und/oder zeitlich Benachteiligten soll mit diesem System die Abschlussbilanz geschönt werden. Davon eine gesellschaftspolitische Forderung abzuleiten, die sich nicht nur an die Verwaltung der Universität richtet, sehen wir als eine unserer Aufgaben.


Wir hoffen diese kurze Zusammenstellung klärt die meisten Fragen.