Die IG-Geschichte stellt sich vor

 

Wir, die Institutsgruppe Geschichte, stellen derzeit die Studienrichtungsvertretung Geschichte. Wir sind eine basisdemokratische, offene, politische Gruppe und treffen unsere Entscheidungen gemeinsam, gleichberechtigt und im Konsens auf unserem wöchentlichen Plenum.

 

Bei uns hast du die Möglichkeit Studierende auch außerhalb von Lehrveranstaltungen kennen zu lernen, Veranstaltungen mitzugestalten, deine Mitstudierenden zu beraten, dich in Gremien wie der Studienkonferenz zu engagieren, über neue Professuren mitzubestimmen und manchmal auch Party zu machen.

 

Wir freuen uns schon sehr auf deine Teilnahme bei unserem nächsten Plenum! Diese finden derzeit in Videokonferenzen statt, was jedoch kein Hindernis darstellt. Mit Wiederaufnahme des regulären Universitätsbetriebes, findet ihr uns nach wie vor im Hauptgebäude auf der Halbstiege 12 unter der Hauptbibliothek.

 

 

UNSERE GRUNDSÄTZE


BASISDEMOKRATISCH

Wir wollen es jeder* und jedem* ermöglichen, sich im Rahmen unserer Grundsätze an der IG Geschichte zu beteiligen. Deswegen können alle Studierenden an Diskussions- und Entscheidungsprozessen im Zuge derwöchentlichen Plena teilnehmen. Wir fällen unsere Entscheidungen im Konsens. Es wird nicht nach dem Mehrheitsprinzip abgestimmt, sondern ein Thema diskutiert, bis ein für jede*n tragfähiger Beschluss erarbeitet ist. Wir wollen einen Raum frei von hierarchischen Machtstrukturen schaffen, um zu ermöglichen, auch etablierte hierarchische Strukturen außerhalb der IG Geschichte und unsere eigenen Funktionen innerhalb dieser zu hinterfragen.

 

UNABHÄNGIG

Die ÖH darf nicht die Bühne für den verlängerten Arm bundespolitischer Parteien sein. Studierendenvertretung darf nicht zu Gunsten von Partei-, Fraktions- oder Institutsinteressen vernachlässigt oder auf Grund von Karriereinteressen betrieben werden. Verpflichtet fühlen wir uns nur unseren Grundsätzen, um entlang dieser die Interessen der Geschichtsstudent*innen bestmöglich zu vertreten.

 

FEMINISTISCH

Geschlecht ist eine der wirksamen Achsen, an denen sich soziale Ungleichheit manifestiert. In allen Lebensbereichen werden insbesondere Frauen* durch sexistische, lookistische und biologistische Zuschreibungen benachteiligt und diskriminiert. Exkludierende Männerseilschaften, gläserne Decken, ein patriarchales Familienbild und die erschreckend hohe Zahl sexueller Übergriffe sind Probleme, unter denen vor allem Frauen* zu leiden haben. In der patriarchalen Gesellschaft werden Männer zur Unterdrückung aller anderen Geschlechter erzogen und in ihrer persönlichen Entwicklung gehemmt. Es ist die Pflicht aller Menschen - unabhängig von ihrem zugeschriebenen Geschlecht - diesen untragbaren Ist-Zustand aufzulösen. Feminismus ist essenziell für die Analyse der vergeschlechtlichten Ungleichheiten und trägt folglich zu deren Abbau bei. Feminismus ist für alle da!

 

ANTIFASCHISTISCH

In Zeiten substanzieller gesellschaftlicher Veränderungen erfahrenreaktionäre, völkische und menschenverachtende Ideologien gesellschaftlichen Aufwind. Im 20. Jahrhundert gipfelte dies in der Vernichtungspolitik des Nationalsozialismus. Ideologisch verwandten und strukturell nachwirkenden Gesinnungen entschieden entgegen zu treten, ist die Pflicht eines jeden aufgeklärt denkenden Menschen. Antifaschismus ist Student*innen-Pflicht!

 

ANTIRASSISTISCH

Wer glaubt,dass Alltagsrassismen und Stereotype vor der Universität halt machen würden, liegt gewaltig daneben. Das akademische Umfeld reproduziert gesellschaftliche Verhältnisse und verstärkt diese meist noch! Es ist kein Zufall, dass völkische, rassistische und ethnopluralistische Ideologien ihre Ursprünge genau hier haben. Lassen wir uns nicht täuschen von altbekanntem Gedankengut, das unter schicken Deckmäntelchen wieder auftaucht. Vermeintlich „natürliche“ kulturelle Unterschiede, „wahre“ Demokratie oder personalisierte antikapitalistische Kritik sind nur einige der ewig gestrigen Konstrukte.

 

ANTIHETERONORMATIV

Geschlecht ist keine binäre Kategorie. Es gibt nicht nur Frau und Mann. Vielmehr befindet sich jeder Mensch auf einem Spektrum jenseits dieser beiden traditionellen Extreme. Wo du stehst, bestimmst du selbst. Genauso verhält es sich mit Sexualität. Du musst nicht “nur” hetero sein. Dieses Faktum hat es jedoch in sehr viele Köpfe noch nicht geschafft. Häufig führt Unverständnis und Ignoranz zu Diskriminierungen und Gewalt gegen queere sowie trans* Personen. Wir stemmen uns mit aller Kraft gegen diese Ungerechtigkeit!

 

EMANZIPATORISCH

Gesellschaftliche Normen und Sachzwänge sind nur so lange wahr, solange niemand darüber nachdenkt. Permanentes Hinterfragen von Machtverhältnissen, Handlungsweisen und vorgeblichen Notwendigkeiten ist der wohl beste Weg, um Strukturen aufzubrechen.

 

UNDOGMATISCH

Wer diebisherigen Grundsätze gelesen hat, wird bereits vermuten, dass wir politisch links verortet sind. Gleichzeitig sehen wir aber die Gefahr, dass Positionen verrosten und erstarren. Alles muss hinterfragt werden können, auch die Positionen, die wir bisher aufgelistet haben.