Interdisziplinäre Osteuropastudien

Das interdisziplinäre Masterstudium Osteuropastudien ist eine Zusammenarbeit von verschiedenen Studienrichtungen der Universität Wien, federführend sind dabei das Institut für Osteuropäische Geschichte, sowie die Institute Slawistik und Politikwissenschaft zu nennen. Ziel des Studiums ist es einen umfassenden Überblick über den Raum Osteuropa zu bieten. Innerhalb des Studiums entscheidet man sich für eine von drei Fachrichungen (historisch, philologisch, sozialwissenschaftlich). Die Masterarbeit und -prüfung müssen jedoch interdisziplinären Charakter aufweisen.

 

Ziele: 

Das Ziel des Masterstudiums „Interdisziplinäre Osteuropastudien“ an der Universität Wien ist die Ausbildung qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchses für sozial- und geisteswissenschaftliche Disziplinen, die sich mit dem Raum und den Gesellschaften Osteuropas beschäftigen. Darüber hinaus sollen SpezialistInnen mit regionsspezifischen geistes- und sozialwissenschaftlichen Kompetenzen ausgebildet werden, die in Institutionen und Unternehmen arbeiten können, welche sich mit dem betreffenden geografisch-politischen Raum beschäftigen.

 

Zulassung:

Die Zulassung zum MA Osteuropastudien setzt den Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums oder eines fachlich in Frage kommenden Fachhochschulstudiums oder eines anderen gleichwertigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung voraus.
Fachlich in Frage kommend sind jedenfalls die Bachelorstudien Geschichte, Kultur- und Sozialanthropologie, Politikwissenschaften und Slawistik an der Universität Wien.
Sollte die grundsätzliche Gleichwertigkeit gegeben sein, und nur einzelne Ergänzungen fehlen, können zur Erlangung der vollen Gleichwertigkeit Lehrveranstaltung im Ausmaß von maximal 30 ECTS durch die SPL vorgeschrieben werden, die im Laufe des Masterstudiums zu absolvieren sind.
Weiters werden aktive Kenntnisse der deutschen Sprache auf dem Niveau C1 und der englischen Sprache auf dem Niveau B2 benötigt. Lesekenntnisse einer lebenden Fremdsprache des osteuropäischen Raumes sind erwünscht.

 

Studienaufbau


M1 „Einführung in die multidisziplinären Osteuropastudien“ (13 ECTS)
Voraussetzungen: keine

  • VO „Einführung in die interdisziplinären Osteuropastudien“, 5 ECTS, 2 SSt.
  • SE „Forschungszugänge, Methoden und Techniken“, 8 ECTS, 2 SSt.


M2 Alternative Pflichtmodulgruppe „Disziplinäre Kompensationen“ (20 ECTS)

Voraussetzungen: keine
Je nach abgeschlossenem Bachelorstudium müssen 2 der 3 Kompensationen (bzw. 1 Modul) absolviert werden. Wenn also beispielsweise dies Anmeldung zum Masterstudium über den Bachelor Geschichte erfolgt ist müssen die Pflichmodule „Disziplinäre Kompensation: Slawische Sprachen und Literaturen“ und „Disziplinäre Kompensation: Sozialwissenschaften“ absolviert werden. Die Kompensationen sind wie folgt aufgebaut, 2 davon bilden jeweils eine alternative Pflichtmodulgruppe.


Disziplinäre Kompensation: Geschichte (10 ECTS)

  • VO Osteuropäische Geschichte, 5 ECTS, 2 SSt.
  • UE Guided Reading, Aspekt Osteuropäische Geschichte, 5 ECTS, 2 SSt.


Disziplinäre Kompensation: Slawische Sprachen und Literaturen (10 ECTS)

2 von 3 Lehrveranstaltungen sind zu wählen:

  • VO Grundlagen der Slawistik, 5 ECTS, 2 SSt.
  • VO Einführung in die slawische Literaturwissenschaft, 5 ECTS, 2 SSt.
  • VO Einführung in die slawistische Sprachwissenschaft, 5 ECTS, 2 SSt.

Nach Vorabgenehmigung durch die Studienprogrammleitung können individuell auch entsprechende Lehrveranstaltungen einer anderen Sprache und Literatur der Region belegt werden.

Disziplinäre Kompensation: Sozialwissenschaften (10 ECTS)

Aus folgenden Lehrveranstaltungen ist im Ausmaß von 10 ECTS zu wählen:

  • VO Grundlagen sozialwissenschaftlicher Methodologie, 6 ECTS, 2 SSt.
  • VO Einführung in die Wissenschaftsgeschichte der KSA, 4 ECTS, 2 SSt.
  • VO Einführung in die Ethnohistorie und Historische Anthropologie (KSA), 4 ECTS, 2 SSt.
  • VO Sozialwissenschaftliche und interdisziplinäre Grundlagen BAK2/Politikwissenschaft, 4 ECTS, 2 SSt.
  • VO Soziologische Methoden, 4 ECTS, 2 SSt.
  • VO Soziologische Theorien, 4 ECTS, 2 SSt.


M3 Alternatives Pflichtmodul „Disziplinäre Vertiefung“ (24 ECTS)

Voraussetzungen: M1, empfohlenen Voraussetzungen: M2
Wenn das Masterseminar und die Masterarbeit im selben Bereich, wie die "Disziplinäre Vertiefung" absolviert werden gilt das als Schwerpunkt. Es wird empfohlen, die zum Bachelorstudium passende Vertiefung zu absolvieren. Dies ist allerdings nicht verpflichtend. 

M3.1 „Disziplinäre Vertiefung: Osteuropäische Geschichte“

Lehrveranstaltungen aus dem Master Geschichte, die laut Kodierung dem Schwerpunkt „Osteuropäische Geschichte“ zugeordnet sind, davon mindestens zwei Vorlesungen zu 5 ECTS, 2SSt. Desweiteren müssen prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen im Ausmaß von mindestens 10 ECTS absolviert werden. Insgesamt sind 24 ECTS in diesem Modul zu erbringen

Eine Liste der in Frage kommenden Lehrveranstaltung wird im Vorlesungsverzeichnis veröffentlicht.

M3.2 „Disziplinäre Vertiefung: Sozialwissenschaften“

Es ist sowohl möglich, die Lehrveranstaltungen in einer bestimmten Sozialwissenschaft zu absolvieren oder aber Lehrveranstaltungen aus verschiedenen Sozialwissenschaften zu belegen, und zwar:
eine Überblicks-Lehrveranstaltung aus einer der sozialwissenschaftlichen Disziplinen mit einem regionalen Osteuropaschwerpunkt.
zwei Lehrveranstaltungen zu Theorien und Konzepten aus der KSA, der Humangeografie, der Politikwissenschaft, der Soziologie oder dem Recht, die sich schwerpunktmäßig mit der Region Osteuropa beschäftigen.
eine pi Lehrveranstaltung zu sozialwissenschaftlichen Methoden
ggf. ergänzende Lehrveranstaltungen aus einer der in diesem Modul bisher nicht belegten sozialwissenschaftlichen Disziplinen.
Es müssen prüfungsimmanente als auch nicht prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen im Ausmaß von jeweils 10 ECTS gewählt werden.
Das aktuelle Lehrveranstaltungsangebot wird im Vorlesungsverzeichnis veröffentlicht.


M3.3 „Disziplinäre Vertiefung: Slawische Sprachen und Literaturen“ (24 ECTS)

  • KO Konversatorium nach Wahl aus Sprach- oder Literatur- und Kulturwissenschaft (5 ECTS)
  • SE Seminar nach Wahl aus Sprach- oder Literatur- und Kulturwissenschaft (6 ECTS)
  • VO/KO/SE/UE/EX weitere slawistische LV (insgesamt 13 ECTS)

Nach Vorabgenehmigung durch die Studienprogrammleitung können individuell auch entsprechende Lehrveranstaltungen zu einer anderen Sprache und Literatur der Region belegt werden.


M4 Pflichtmodul „Disziplinäre Ergänzung, individuelle Vertiefung“ (23 ECTS)

Voraussetzungen: keine

Dieses Modul soll dazu dienen fehlendes Wissen nachzuholen, bzw. das eigene individuelle Interessensprofil zu schärfen. Wählbar sind, noch nicht absolvierte, Lehrveranstaltungen, bevorzugt aus dem geschichts-, sozial-, und kulturwissenschaftlichen Angebot der Universität Wien. Weiters sind in diesem Modul auch facheinschlägige Praktika, sowie Feldpraktika und Sprachkurse, die dem Erwerb einer Sprache des osteuropäischen Raumes dienen, anrechenbar.
Die Studienprogrammleitung veröffentlicht eine Liste aller in Frage kommenden Lehrveranstaltung im Vorlesungsverzeichnis. Alle weiteren Lehrveranstaltungen - Praktika und Sprachkurse - müssen im Voraus mit der Studienprogrammleitung abgeklärt werden.


M5 Pflichtmodul „Interdisziplinäre Forschungsseminare“ (10 ECTS)

Voraussetzungen: M1, M2; empfohlene Voraussetzungen: M3

  • SE Seminar (10 ECTS)

Dieses Modul dient dazu unter Anleitung an relevante Forschungsfragen und -felder herangeführt zu werden. Dabei soll auch eine interdisziplinäre Herangehensweise vermittelt werden.


M6 Pflichtmodul „Masterseminar“ (5 ECTS)

Voraussetzungen: M1, M2, M3; empfohlene Voraussetzungen: M4, M5
Das Masterseminar ist je nach der gewählten disziplinären Vertiefung aus den Masterstudien der jeweiligen Studienrichtung zu wählen. Eine Übererfüllung der ECTS-Punkte ist möglich und in einigen Studienrichtungen nicht zu vermeiden.
Wird das Masterseminar aus Politikwissenschaft gewählt, muss zusätzlich eine Spezialisierungsvorlesung (4 ECTS) aus dem Master Politikwissenschaft gewählt werden.
Wurde eine nicht-slawische Sprache gewählt, muss die Studienprogrammleitung im Voraus über die Anrechenbarkeit der Lehrveranstaltung entscheiden.

Masterarbeit (21 ECTS)

Die Masterarbeit muss ihren Schwerpunkt in einem der im Studiengang vertretenen Fächer haben. Es sollte allerdings ein Thema sein, dass interdisziplinär passfähig ist. Weiters sollten erworbene interdisziplinäre Kenntnisse eingesetzt werden und so Aspekte und Perspektiven zumindest einer anderen am Studiengang beteiligten Disziplinen bearbeitet werden.


Masterprüfung (4 ECTS)

Die Masterarbeit besteht aus einer Defensio einschließlich einer Prüfung aus dem wissenschaftlichen Umfeld der Masterarbeit und aus einer weiteren Prüfung, die aus einem der Fächer aus den weiteren disziplinären Vertiefungen gewählt werden muss.